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November 01, 2003

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Comments

Lilia

I think work is what we make out of it. If we bounded by thinking that work is just a way to earn money to do other things in life, it will be like it. I choose to think that work is a way to discover myself, to change the world and to have fun - and it works for me this way :)

Niki

Hi Charles.

Begriffe sind immer an historische Situationen gebunden, an soziale Verhältnisse, an Produktionsverhältnisse. Das gleiche Wort wechselt über die Jahrhunderte seine Bedeutung. Wir Menschen verwenden das Wort Arbeit, obwohl wir wissen, daß es von mhd arebeit (Mühe) herkommt und im Althochdeutschen die Schufterei eines verwaisten, leibeigenen Kindes bedeutet.

Wir weichen nicht auf andere Wörter aus, obwohl sie im Deutschen durchaus zur Verfügung stehen. So gibt es nicht nur das englische "work", was angeblich etwas Besseres bedeuten soll als "labour", es gibt auch das deutsche "werken", wovon nicht nur der Werkunterricht und die Werkkunstschulen zeugen, sondern auch die "Werktätigen". Es gibt auch das Wort "schaffen", ein Wort, das voller Kreativität ist. Nicht nur der Künstler "schafft" das Werk, sondern Gott selbst "schuf Himmel und Erde".

In der Wirklichkeit geht es diesen Wörtern aber, trotz ihrer feineren Herkunft, auch nicht besser als dem Wort "Arbeit". Die "Werktätigen" der DDR standen an den gleichen Fließbändern wie die "Arbeiternehmer" im Westen, und wenn man in Mannheim zu Mercedes ans Band geht, so heißt das, man geht "beim Benz schaffe". Und auch die, ach, so kreativen englischen "worker" vereinigen sich aus unerfindlichen Gründen in der Leidenspartei, der labour party.

Umgekehrt erlebt das Wort Arbeit in den letzten Jahrzehnten gerade zu eine Inflation in Richtung Kunst, Kultur und Seele: Der Künstler "arbeitet" an seiner Partitur, ich "arbeite" an diesem Artikel, und wenn er mißlingt oder abgelehnt wird, leiste ich Trauer"arbeit".
Wenn wir hier und jetzt von Arbeit reden, so meinen wir natürlich nicht das altgermanische Waisenkind in Leibeigenschaft. Diese Bedeutung hat das Wort ganz offensichtlich in seiner Geschichte abgestreift, denn heute bezeichnen wir eine solche Tätigkeit ausdrücklich als "Zwangsarbeit", womit das direkte Gewaltverhältnis ausgedrückt ist, unter dem diese Arbeit stattfindet, wie z.B. bei Kriegsgefangenen. Zu einem Teil hat der Begriff Arbeit allerdings seinen Zwangscharakter behalten; das unmittelbare Gewaltverhältnis wurde lediglich durch ein Verhältnis struktureller Gewalt ersetzt, durch eine Kultur des Sich-verkaufen- Müssens. Es hat aber ganz offensichtlich auch eine Erweiterung in Richtung Kreativität und Eigenbestimmtheit erfahren, die ihm von seiner ethymologischen Herkunft eigentlich nicht zusteht, genauso wie umgekehrt das göttliche "Erschaffen" über das "Schaffe" am Fließband ganz schnöde zum "Anschaffen" heruntergekommen ist.

Niki

Nach Duden. Das Herkunftswörterbuch. (3. Aufl.) geht das Wort „Arbeit“ zurück auf ein im Gemeingermanischen gebräuchliches aber untergegangenes Verb, das soviel bedeutete wie "verwaist sein, ein zu schwerer körperlicher Tätigkeit verdingtes Kind sein", das von idg. orbho-s = Waise abgeleitet war.

Die Bedeutung, die wir nhd. mit dem Begriff verbinden, kam demnach erst im Anschluss an Luther in den deutschen Sprachgebrauch. Diesem ging es um den sittlichen Wert der Arbeit (hier noch im Sinne von Mühsal) als Beruf des Menschen in der Welt.

Nikola Renee

I enjoy reading through this informal place. I will surely visit you again to see if anything new appears on it.
Good luck for the future.

Anna Luise

Really good work. I found a lot of profound information which can help me to go on. Thanks for all this input.

Christian

Hi Charles,

nice to find your Blog, best regards from Brazil, hope you are doing fine. Let´s see if I can contribute in some way.

I think that work is the way one has, either as an entrepreneur, an employee or just working on something, to walk the path that goes from birth to death. It is filled with every kind of things fun, "mühe", fulfillment, recognition among many other meanings. But one thing that goes with work today is fear, fear of losing the path of life, the way to accomplish things. In a global world filled with mashines human work becomes more and more unnecessry, and being a part of this world depends strongly on work, being able to work. So this brings me to another two words, Inclusion and Exclusion. All the power the Unions had in the past has got lost, there are too many Workers and to few Workplaces.

All the best to you.

Doris

Hallo,
ich bin "zufällig" auf diesen Blog gestossen und freue mich an den Anregungen.

Arbeit ist eine Möglichkeit, Talente zu entwickeln, sie zum Ausdruck zu bringen und dadurch die Welt materiell und energetisch zu gestalten.

Vilyamac

NenprumnFep

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